615,89 Punkte am Freitag, den 09.07.2010, 15:00
Uhr
575,11 Punkte am Freitag, den 02.07.2010
(Schlusskurs)
Differenz: +40,78 Punkte (+7,09 Prozent)
Münster - Der internationale Aktienindex für
erneuerbare
Energien RENIXX World ist in dieser Woche um 7,09 Prozent geklettert und
notiert aktuell bei 615,89 Punkten (Freitag, 15:00 Uhr). An allen
Handelstagen
konnte das Börsenbarometer dabei zulegen, die größten Zuwächse stellten
sich am
Donnerstag (+2,6 Prozent) ein. Nach dem Kompromiss im
Vermittlungsausschuss von
Bundestag und Bundesrat zur Anpassung der EEG-Vergütung für Solarstrom,
die von
den Unternehmen überwiegend positiv aufgenommen wurde, sind die
Photovoltaik-Aktien die Gewinner dieser Woche.
Immer mehr Banken erkennen das Geschäftspotential der Erneuerbaren
Energien.
Freiburg - Die Spitzeninstitute des Sparkassen- und
des Genossenschaftsverbunds ebenso wie die Fachabteilungen größerer
Privatbanken verzeichnen in den letzten Jahren eine stark zunehmende Zahl
von Anfragen: Die Regionalinstitute bzw. Filialen suchen dort nach
Unterstützung für die Finanzierung von Erneuerbare-Energie-Vorhaben. Ein
Projekt schafft Abhilfe.
Da die Finanzierung von Projekten der Erneuerbaren Energien eine
komplexe Angelegenheit ist und nicht zum gängigen Repertoire
mittelständischer Banken zählt, fehlt es dort häufig an entsprechendem
Fachwissen.
Am vergangenen Mittwoch stellten der
Wirtschaftsminister Jeannot Krecké und der Umweltminister
Lucien Lux 2 neue Verordnungen im Bereich erneuerbare Energien und rationellere Nutzung für Luxemburg
vor.
So gelten ab 1. Januar 2008 eine neue
Tarifstruktur, (gültig für 15 Jahre) ein mehr an
Investitionssicherheit und vereinfachte Prozeduren. Der
grossherzogliche Beschluss soll die Basis zur Erfüllung der
eingegangenen Verpflichtungen inklusive des Kyoto-Protokolls ebnen.
Forscher des Max-Planck-Instituts fordert: Gesetzgeber könnte mit einem einfachen Eingriff die Nachfrage nach Strom aus sauberen Energiequellen schlagartig erhöhen / Bisherige Tarifpraxis zementiert umweltzerstörende Versorgungsstrukturen
Meinungsumfragen haben gezeigt, dass zwischen 50 und 90 Prozent der Deutschen gern sauberen Strom beziehen und dafür sogar mehr bezahlen würden. In der Realität sind aber nur etwa ein Prozent der privaten Haushalte tatsächlich Kunden bei Ökostromanbietern. Um den Anteil des Ökostroms zu steigern, müsste die bestehende Praxis der Stromversorgung nur umgedreht“ werden, erklärt Daniel Pichert, Forscher am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im aktuellen Heft der SONNENENERGIE (Ausgabe 4/2007, EVT: 2. April 2007). Denn ein Grund für die Diskrepanz zwischen Wollen und Handeln: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.