In all den Jahren wurde uns das Auto zum lieben
Kind. Zur Arbeit Fahren, einkaufen, Freunde besuchen und vieles mehr macht es
für uns unverzichtbar. Aber immer öfter stehen wir im Stau und die Preise für
den Sprit schnellen in die Höhe. Nicht gerade ein Zuckerschlecken, aber
besonders nicht für die Erderwärmung.
Der Klimawandel hat schon ein Umdenken hervorgerufen,
wie z.B. die Förderung für Autos mit niedrigerem CO2-Ausstoss. Dies wird aber
auf Dauer nur eine Zwischenlösung sein können.
Es gilt auch, den Zusammenhang von privatem und
öffentlichen Transport nicht aus den Augen zu verlieren. Die Zukunft wird immer
eine Kombination der Mobilität beinhalten, sei es privat oder öffentlich, und
zwar in unserer Region SaarLorLux.
Wer sich eingehender mit der Diskussion zum Klimawandel beschäftigt stösst in kurzer Zeit auf grundverschiedene Urteile. Von der bald eintretenden Eiszeit bis zur Leugnung eines Klimawandels sind fast alle nur erdenklichen Theorien und Meinungen vertreten. Und unweigerlich stellen sich Fragen: Was soll ich glauben, wem kann ich trauen? Was ist dran am Klimawandel? Wollen uns da einige das Geld aus der Tasche ziehen?
Den folgenden Vortrag schrieb ich anlässlich der Einladung zu den Umwelttagen (April 2007) in Malchin, Mecklenburg-Vorpommern. Mir ging es um grundsätzliche Überlegungungen zum Klimawandel und deren Bedeutung und Umsetzung für Gemeinden.
Der Klimawandel ist in der
Diskussion. Die für die Zukunft zu erwartenden Konsequenzen
werden von vielen Wissenschaftlern als dramatisch angesehen,
besonders wenn wir so weitermachen wie bisher. Augen zu und durch? -
im Gegenteil, jeder soll klar sehen worum es geht.
CO2 in der Luft
ist für viele Menschen nicht greifbar, aber Stürme,
Überschwemmungen, ausgetrocknete Landschaften, abschmelzende
Gletscher haben ein Gesicht. Ein Gesicht der Argumention. Diese
Argumentation ist aber nicht die einzige. Sollten wir gewillt sein verantwortlich in die Zukunft zu sehen sind die einzelnen Aspekte
zweifellos komplex und haben viele Gesichter.
Nachdem man in Australien die Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzen will und mit der eingesparten Energie ein Atomkraftwerk einsparen könnte wird man aufmerksam. Das Wort Energieeffizienz bekomt ein Gesicht, ein Atomkraftwerk ist schliesslich nicht zu übersehen. Beim Herumstöbern in einigen Artikeln fiel mir eines auf: Man spricht nur von Zahlen. Die Meinungen über die Einsparpotenziale reichen von 2% bis 6% elektrischer Energie. Ist es aber nicht viel mehr?
Schocktherapien produzieren die Aufmerksamkeit. Durch die zunehmende
Bedeutung des Klimawandels und die daraus entstehenden Konsequenzen
horchen wir auf. Am Donnerstag Abend (1. Februar 2007) gingen in
einigen europäischen Städten die Lichter aus (diesmal war es gewollt)
und der Bericht von Stern (Was kostet der Klimawandel?, auh, es wird
richtig teuer!) sowie die Vorstellung des UN-Klimarates zum Bericht des
4. UN-Klimareportes in Paris verteilen sich gleichmässig aber kurzfristig in den Medien.
Natürlich stärkt es die Glaubwürdigkeit der Thematik mit dem Wissen
dass 600 Experten aus 40 Ländern den Bericht erstellt, um dann wiederum
von 620 weiteren Experten geprüft und von unzähligen
Regierungsvertretern (113 Regierungen) begutachtet wurde.